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Die Gebäude des Niedersächsischen Finanzgerichts seit 1949

Friederikenschlösschen
Friederikenschlösschen

1949 - 1958

Der erste Sitz des Finanzgerichts war das "Friederikenschlösschen". Dieses Gebäude war jedoch schwammverseucht und einsturzgefährdet. Der sog. "Große Saal" musste sogar baupolizeilich gesperrt werden, weil Deckenteile herunterfielen oder das Gebälk zu brennen anfing. Geheizt wurde mit Hilfe von alten eisernen Öfen (aus: Hannoversche Zeitung vom 11./12. Februar 1956)

Das 1817 von Georg Ludwig Friedrich Laves für Carl von Alten am Waterlooplatz als Wohnsitz erbaute "Friederikenschlösschen" überstand zwar den 2. Weltkrieg, wurde aber 1966 sinnloserweise abgerissen. Geplant war an dieser Stelle eine Staatskanzlei, die man dann aber doch nicht hier baute. Heute befindet sich an der Stelle des ehemaligen "Friederikenschlösschens" eine Rasenfläche neben dem Waterloo-Biergarten.

Am Waterlooplatz 5 A
Am Waterlooplatz 5 A

1959 - 1990

Das Finanzgericht war anschließend mehr als 30 Jahre im ehemaligen Divisionsgericht "Am Waterlooplatz 5a" untergebracht. Dieses Gebäude erwies sich aber bald als zu klein, so dass in der Adolfstraße 6, 7 und 8a Außenstellen untergebracht werden mussten.

Hintergrund war, dass im Jahre 1949 lediglich fünf Richter am Finanzgericht tätig waren, während es 1969 bereits 28 und 1989 schließlich 51 Richter waren. Heute befinden sich in dem - renovierten - Gebäude Abteilungen des Niedersächsischen Justizministeriums.

Hermann-Guthe-Str. 3
Hermann-Guthe-Strasse 3

1990 - August 2015

Im Dezember 1990 wurde das Gebäude in der Hermann-Guthe-Straße 3 in Hannover, Stadtteil Döhren als Sitz des Finanzgerichts bezogen. Dort konnten nach mehr als 40 Jahren endlich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusammen in einem Gebäude untergebracht werden. Maßgeblich hat sich der damalige Präsident des Niedersächsischen Finanzgerichts, Prof. Dr. Siegbert F. Seeger, für einen Umzug in dieses ehemalige Verwaltungsgebäude der Fa. Raab Karcher eingesetzt.

Das Gebäude verfügte über 4 Sitzungssäle und war technisch zunächst auf einem seinerzeit modernen Standard. Das Gebäude wurde im Frühjahr 2016 abgerissen. Geplant ist, an dieser Stelle im Laufe des Jahres 2016 Wohnungen zu errichten.

Leonhardtstraße
Fachgerichtszentrum Leonhardtstraße

August 2015

Seit Mitte August 2015 ist das Niedersächsische Finanzgericht im neu entstandenen Fachgerichtszentrum Hannover untergebracht. Nach zweijähriger Bauzeit entstand es im Zentrum der Landeshauptstadt Hannover unmittelbar in der Nähe des Hauptbahnhofs. Das Finanzgericht ist in diesem modernen Gebäude zusammen mit dem Landesarbeitsgericht Niedersachsen, dem Arbeitsgericht Hannover, dem Sozialgericht Hannover und dem Verwaltungsgericht Hannover untergebracht.

Das neue Fachgerichtszentrum wurde mit Gesamtbaukosten von ca. 31 Mio Euro errichtet. Es ist für die Dauer von 30 Jahren durch das Land Niedersachsen von einem privaten Investor angemietet worden. Nach Ablauf der 30-jährigen Mietzeit wird das Land Niedersachsen Eigentümer des Gebäudes.

Das Fachgerichtszentrum ist durch eine Brücke über die Leonhardtstraße mit dem Amtsgerichtsgebäude verbunden. Das Amtsgericht wiederum ist durch ähnliche Brückenbauwerke über die Augustenstraße und den Volgersweg mit der Staatsanwaltschaft verbunden. Auf diese Weise ist im Herzen der Landeshauptstadt Hannover ein bürgernahes Justizzentrum entstanden.

Die Geschichte von 1949 - heute
Die Geschichte des Niedersächsischen Finanzgerichts

vom Vorläufer bis zur heutigen Stellung

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